BIC (SWIFT-Code) erklärt: Aufbau der 8 bzw. 11 Stellen nach ISO 9362, Beispiel Commerzbank, und warum für SEPA seit 2016 die IBAN allein genügt.
Der BIC (Business Identifier Code, umgangssprachlich „SWIFT-Code“) identifiziert eine Bank weltweit eindeutig. Er ist in ISO 9362 genormt und wird vom Netzwerkbetreiber SWIFT vergeben. Ein BIC hat 8 oder 11 Stellen:
Beispiel: COBADEFFXXX – Commerzbank (COBA), Deutschland (DE), Frankfurt (FF), Hauptsitz (XXX). Die 8-stellige Form ohne Filialkennung meint immer den Hauptsitz.
Innerhalb des SEPA-Raums: gar nicht mehr. Seit dem 1. Februar 2016 darf für SEPA-Überweisungen und -Lastschriften kein BIC mehr verlangt werden („IBAN only“, EU-Verordnung 260/2012, Art. 5 Abs. 7). Die Bank ermittelt ihn selbst aus der IBAN.
Nötig bleibt der BIC vor allem bei Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums (z. B. USA, Türkei ohne SEPA-Beteiligung, Asien) – dort läuft der Zahlungsverkehr über das SWIFT-Netz. Auch manche Formulare und ausländische Empfänger fragen ihn weiterhin ab.
Der BIC jeder deutschen Bank steht in der Bankleitzahlendatei der Bundesbank (Feld 8). Mit unserer BIC-Suche finden Sie ihn nach Bankname, Ort oder BLZ – aktuell sind 3.504 von 3.506 Instituten mit BIC hinterlegt. Alternativ steht der BIC auf jeder Bankseite im BLZ-Verzeichnis.
Ja. BIC ist die offizielle Bezeichnung nach ISO 9362; „SWIFT-Code“ hat sich eingebürgert, weil SWIFT die Codes vergibt und das gleichnamige Nachrichtennetz betreibt.
Die Stellen 9–11 bezeichnen die Filiale. „XXX“ steht für den Hauptsitz. Ein 8-stelliger BIC ist gleichbedeutend mit der 11-stelligen Form plus XXX.
Ja – große Institute nutzen teils eigene BICs je Niederlassung oder Geschäftsbereich. Für SEPA-Zahlungen genügt aber immer die IBAN.
Einige kleine Zahlungsdienstleister führen eine BLZ ohne eigenen BIC; ihre Zahlungen laufen über ein Partnerinstitut. Innerhalb von SEPA ist das unerheblich, da die IBAN genügt.
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