SEPA: ein Zahlungsraum, eine IBAN

SEPA einfach erklärt: über 36 Teilnehmerländer, „IBAN only" seit 2016, Dauer und Kosten von Überweisungen, Echtzeitüberweisungen und Lastschrift-Rückgabe.

Was ist SEPA?

SEPA (Single Euro Payments Area) ist der einheitliche Euro-Zahlungsraum: Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen in Euro funktionieren zwischen allen Teilnehmerländern nach denselben Regeln – so einfach und günstig wie im Inland. Rechtsgrundlage ist die EU-Verordnung Nr. 260/2012.

Zum SEPA-Raum gehören über 36 Länder und Gebiete: alle EU-Staaten, die EWR-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen sowie u. a. die Schweiz, das Vereinigte Königreich, Monaco, San Marino, Andorra und der Vatikan. Welche IBAN-Länder SEPA-Teilnehmer sind, zeigt die Länder-Übersicht.

„IBAN only“: BIC nicht mehr nötig

Seit dem 1. Februar 2016 darf für SEPA-Zahlungen kein BIC mehr verlangt werden (Art. 5 Abs. 7 der Verordnung). Für eine Überweisung nach Frankreich oder Österreich genügt also die IBAN des Empfängers – genau wie im Inland.

Wie schnell ist eine SEPA-Überweisung?

ArtDauerKosten
SEPA-Überweisung (Standard)max. 1 Bankarbeitstagwie Inlandsüberweisung
SEPA-Echtzeitüberweisung (Instant)max. 10 Sekunden, rund um die Uhrdarf nicht mehr kosten als eine Standard-Überweisung

Mit der EU-Verordnung 2024/886 (Instant-Payments-Verordnung) müssen Banken im Euroraum Echtzeitüberweisungen empfangen (seit Januar 2025) und senden (seit Oktober 2025) können – zum Preis einer normalen Überweisung. Dazu gehört auch der Empfängerabgleich („Verification of Payee“): Die Bank warnt, wenn Name und IBAN nicht zusammenpassen.

SEPA-Lastschrift

Die SEPA-Lastschrift (SDD Core) zieht Beträge per Mandat vom Konto des Zahlers ein. Verbraucher können jede Lastschrift 8 Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeben; bei fehlendem Mandat sind es 13 Monate. Für den Einzug braucht der Gläubiger eine Gläubiger-ID und die IBAN des Zahlers.

Häufige Fragen

Welche Länder gehören zu SEPA?

Alle EU- und EWR-Staaten sowie u. a. die Schweiz, das Vereinigte Königreich, Monaco, San Marino, Andorra und der Vatikan – insgesamt über 36 Teilnehmer. Nicht-Euro-Länder nehmen für Euro-Zahlungen teil.

Gilt SEPA auch für Fremdwährungen?

Nein. SEPA regelt nur Zahlungen in Euro. Eine Überweisung in Schweizer Franken oder Pfund läuft als Auslandsüberweisung mit eigenen Gebühren.

Darf ein Händler eine ausländische IBAN ablehnen?

Nein. Diese „IBAN-Diskriminierung“ verstößt gegen Art. 9 der SEPA-Verordnung. Ein deutsches Konto darf nicht verlangt werden, wenn der Zahler eine IBAN aus einem anderen SEPA-Land angibt.

Was kostet eine SEPA-Überweisung ins Ausland?

Dasselbe wie eine Inlandsüberweisung (EU-Preisverordnung 2021/1230). Aufschläge für Euro-Überweisungen in andere SEPA-Länder sind unzulässig.

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