Rund 57–60 deutsche Institute bilden die IBAN abweichend vom Schema BLZ + Kontonummer. Was IBAN-Regeln sind, wen sie betreffen und wie Sie sicher gehen.
Normalerweise entsteht eine deutsche IBAN mechanisch aus BLZ + Kontonummer (Aufbau). Einige Institute weichen davon ab – etwa weil sie nach Fusionen Alt-Bankleitzahlen auf eine neue BLZ umleiten, Unterkonten anders zählen oder Spendenkonten zentral führen. Diese Abweichungen heißen IBAN-Regeln.
Die Deutsche Kreditwirtschaft verpflichtet betroffene Institute, ihre Berechnungsmethode offenzulegen. Jede Regel hat ein sechsstelliges Kennzeichen (vier Stellen Regel + zwei Stellen Version, z. B. „0002 00“). Aktuell gibt es rund 57 bis 60 institutsspezifische Regeln.
| Kennzeichen | Bedeutung |
|---|---|
| 0000 00 | Standard-Schema BLZ + Kontonummer (die große Mehrheit aller Banken) |
| 0001 00 | Keine IBAN-Ermittlung aus der Kontonummer zulässig |
| 0002 00 ff. | Institutsspezifische Verfahren (Umleitungen, Sonderkonten, Ersetzungen) |
Das Regel-Kennzeichen steht nur in der erweiterten Bankleitzahlendatei der Bundesbank (NExt-Plattform, Registrierung erforderlich) – nicht in der öffentlichen Datei. Frei zugängliche IBAN-Rechner, auch dieser, arbeiten daher mit dem Standard-Schema nach ISO 13616.
Für die große Mehrheit der Konten ist das Ergebnis korrekt. Bei den wenigen Instituten mit Sonderregel kann die tatsächliche IBAN abweichen – meist bei alten Kontonummern übernommener Banken oder speziellen Unterkonten.
Typische Anzeichen: Die IBAN auf Ihrem Kontoauszug enthält eine andere BLZ als die Ihrer Filiale, oder die Kontonummer erscheint verändert (angehängte Ziffern, ersetzte Stellen). Beides ist korrekt – maßgeblich ist immer die IBAN, die Ihre Bank Ihnen mitteilt. Die Prüfsumme können Sie mit dem IBAN-Prüfer kontrollieren.
Wahrscheinlich nicht: Die große Mehrheit der Banken nutzt das Standard-Schema. Sonderregeln betreffen vor allem Konten fusionierter Institute und spezielle Kontoarten. Im Zweifel gilt die IBAN aus Ihrem Online-Banking.
Weil die Regel-Kennzeichen nur in der erweiterten, registrierungspflichtigen Bundesbank-Datei stehen. Wie alle frei zugänglichen IBAN-Rechner nutzen wir die öffentliche Datei und das ISO-Standard-Schema – mit ehrlichem Hinweis statt stiller Fehlberechnung.
Formal hat sie immer eine korrekte Prüfsumme. Weicht die Bank per Sonderregel ab, existiert unter der berechneten IBAN aber möglicherweise kein Konto – die Überweisung käme zurück.
Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht die Übersicht der IBAN-Regeln auf ihrer Website (Service „IBAN-Regeln“); die maschinenlesbaren Kennzeichen enthält die erweiterte Bankleitzahlendatei.
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